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Gilles Bley lu » 3 Fragen an Gilles Bley

3 Fragen an Gilles Bley

Written by admin. Posted in Elections

  1. Herr Bley, sie sind Präsident der CSV Sektion Plateau Kirchberg, was verbindet sie mit dem Kirchberg?Seit nunmehr 35 Jahren wohne ich hier auf dem Plateau Kirchberg. Hier habe ich gespielt, bin zur Schule gegangen und habe über die Jahre hinweg aus der Nähe verfolgen können, wie das Plateau sich entwickelt hat. Von den vielen Wiesen und Feldern ist nicht mehr viel übrig geblieben.Heute findet man fast alles auf Kirchberg: vom Europa- und  Bankenviertel, dem Einkaufszentrum, der Klinik, dem Rehazentrum, dem Sport- und Kulturzentrum bis zum Kino- und Entspannunsgzentrum. Zahlreiche neue Wohnsiedlungen entstehen und ziehen neue Infrastrukturen mit sich.  Die Entwicklung ist schon äußerst rasant. Allerdings fehlt meiner Meinung nach noch immer eine Seele auf dem Kirchberg, ein Zentrum das die Einwohner auch als solches identifizieren. Wir leben noch nicht miteinander, es gibt noch immer Grenzen zwischen den einzelnen Wohnvierteln. Die gilt es abzubauen, um ein Gemeinschafts- und Zusammengehörigkeitsgefühl zu schaffen.
  2. Wo sehen sie ihre Aufgabe auf dem Plateau Kirchberg?Hauptaufgabe ist ganz klar die Vertretung der Interessen aller Einwohner vom Plateau Kirchberg. Wir sind hier allerdings, wenn man von der Bevölkerung spricht, momentan noch immer eines der kleinsten Stadtteile. Das wird sich wohl bald ändern, jedoch solange müssen wir hier auf Kirchberg richtig kämpfen und zusammenhalten, um uns Gehör zu verschaffen. Leider ist es so, dass von der Gemeinde immer wieder die großen Stadtviertel bevorzugt behandelt werden. Dort wohnen mehr Leute, d.h. mehr Wähler. Deshalb wäre es für das Plateau von enormer Wichtigkeit, einen lokalen Vertreter im Gemeinderat zu haben, damit die Interessen vom Gesamtplateau Kirchberg gewahrt bleiben und auf der Prioritätenliste der Gemeinde nach oben rücken.
  3. Herr Bley, wo liegt für sie das Hauptproblem auf dem Plateau Kirchberg?Die Verkehrsituation hier auf dem Plateau Kirchberg ist der Negativfaktor überhaupt. In allen lokalen Vierteln beschweren sich die Einwohner über Raser und ein zu hohes Verkehrsaufkommen. Wir sehen ja jetzt schon die Verkehrswelle, die täglich das Plateau überflutet, weil der Tunnel Howald teilweise gesperrt ist. Wir bewegen uns von einem  Stau in den nächsten und das Verlassen unserer Wohnviertel  ist fast unmöglich, vor allem zu den Stosszeiten. Diese Situation wird sich zwar kurzfristig regeln, doch es wird nicht mehr lange dauern bis die Nordstraße fertiggestellt ist und dann haben wir hier das Verkehrschaos als Dauerzustand. Ich weiß nicht, wo die Gemeindeverantwortlichen mit allen Autos hinwollen. Das Nadelöhr Kirchberg und die Rote Brücke werden dauerhaft verstopft sein. Eine Ausweichmöglichkeit für die Autofahrer ist nicht vorgesehen, so z.B. auch kein Auffangparking wie in Hollerich. Hunderte von halbleeren Bussen üben den Kolonnenverkehr und bald könnte sich hierzu noch eine Tram gesellen.